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20.07.2009
DKB unterstützt Mobilitätsbedürfnisse behinderter Menschen
Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr

Ein offenes Ohr für die Mobilitätsbedürfnisse behinderter Menschen hat die Dürener Kreisbahn erneut bewiesen: die Fortsetzung eines bereits begonnenen Dialogs zwischen den Vertretern des Behindertenbeirates und der DKB fand am 05. Juni 2009 in den Räumen der DKB statt. Zentrales Ziel dieser engen Zusammenarbeit ist es, den ÖPNV für mobilitätsbeschränkte Menschen weitgehend barrierefrei zu gestalten.
„Unterwegs sein zu können und aus eigener Kraft von einem Ort zum anderen gelangen zu können, ist ein wesentliches Bedürfnis dieser Menschen“, umschreibt Bernd Böhnke, Geschäftsführer der DKB GmbH, das Anliegen mobilitätsbeschränkter Personen. „Als ein Verkehrsunternehmen möchten wir unseren Teil zur Befriedigung dieses Bedürfnisses beitragen. Der Dialog mit den Vertretern des Behindertenbeirates ist uns somit sehr wichtig. Nur durch das gezielte Zuhören ihrer Belange, erkennt man den tatsächlichen Handlungsbedarf. So konnten wir feststellen, dass eine Vielzahl auch kostengünstiger Maßnahmen realistisch umgesetzt werden können“, fügt Böhnke hinzu.
Ein wesentliches Ziel stellt dabei der Aspekt der Sicherheit während der Beförderung dar. Neben einer umsichtigen Fahrweise ist die behindertengerechte Innenraumgestaltung und Ausstattung der Busse der erste Schritt in Richtung Barriereabbau und somit einem „ÖPNV für Alle“. Dazu gehört u.a. eine geeignete Sitzhöhe von 49 cm, um das Aufstehen zu erleichtern sowie zusätzliche Haltegriffe und Haltewunschknöpfe in entsprechender Höhe. Eine Rampe an der Mitteltür des Busses sowie die neuste Niederflurtechnik (Absenkung der Busse) sollen den Ein- und Ausstieg für Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit so angenehm wie möglich gestalten.
Möglichkeiten für eine Umgestaltung der Haltestellen - wie etwa eine Anhebung des Bordsteins, um Rollstuhlfahrern den fast niveaugleichen Einstieg in den Bus zu ermöglichen, taktile Leitsysteme (tastbare Elemente als Orientierungshilfe) und Fahrpläne in Brailleschrift für sehbehinderte Menschen oder dynamische Fahrgastinformationen am Bahnhof und Kaiserplatz, die das Auffinden der Haltestellen erleichtern - waren mitunter auch Themen der Diskussion. Einige Anträge wurden bereits beim Landesverband eingereicht.
„Tatsächlich sind es häufig ganz kleine Dinge, wie beispielsweise eine durchgängige Haltestange im Einstiegsbereich des Busses, die den Zugang zum Bus für Behinderte sehr erleichtern würden. Viele der Maßnahmen sind sicher kostengünstig bei einem Neukauf umzusetzen“, erläutert Mathias Walldorf, Vorsitzender des Behindertenbeirates.
„Bei der Neuanschaffung von Bussen, haben wir als Käufer natürlich gewissermaßen Einfluss auf die Busgestaltung und werden somit die Vorschläge des Behindertenbeirates bei der nächsten Bestellung berücksichtigen. Ich bin zuversichtlich, dass wir einige der Anregungen auch spontan umsetzen können“, betonte Bernd Böhnke am 05. Juli 2009.
Schnell lässt die DKB ihren Worten Taten folgen: Bei der diesjährigen Anschaffung neuer Busse, die voraussichtlich Ende September erfolgen wird, wurden bereits einige der während dieses Zusammentreffens gesammelten Anregungen berücksichtigt. Auch die Linie 203 sowie einige Haltestellen wurden bereits an die Bedürfnisse behinderter Menschen angepasst (Bordsteinanhebung, Fahrpläne in Brailleschrift). „Man wundert sich als Betroffener, mit welch einfachen Mitteln große Verbesserungen erzielt werden können“, freut sich Mathias Walldorf.
Aber auch beim bevorstehenden Relaunch der Unternehmenswebsite setzt die DKB auf ein barrierefreies Design, das auch sehbehinderten Menschen künftig eine umfassende Informations- und Kommunikationsplattform ermöglichen soll.
Barrierefreier Zugang zum Öffentlichen Personennahverkehr ist nicht nur ein deutlicher Profit für mobilitätsbeschränkte Personen. Nein, er erhöht in aller Regel auch die Nutzungsqualität des ÖPNVs für alle anderen Fahrgäste - denn auch ein Kinderwagen, schwere Einkäufe oder ein gebrochenes Bein gestalten entsprechende Zugangs- und Einstiegsmöglichkeiten oftmals beschwerlich.
Pressekontakt:
Inna Schesler
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